Wechselmodell

Welche Argument sprechen gegen ein Wechselmodells?

Welche Argumente werden immer wieder gegen ein Wechselmodells vorgebracht?

Es gibt Kriterien, welche die Rechtsprechung für die für die Implementierung eines Wechselmodells heranzieht.

Es gibt Kriterien, welche die Rechtsprechung für die für die Implementierung eines Wechselmodells heranzieht.

Dies ist zunächst das Kriterium der Kontinuität. Wenn beide Eltern einen hohen Betreuungsumfang während der Zeit der gemeinsamen Lebensführung hatten, spricht dies grundsätzlich dafür, die Kinder auch nach der Trennung in einem Wechselmodell (paritätisch oder asymmetrisch) zu betreuen. Dies entspricht dem Bindungserhalt und der Kontinuität.

Für die Rechtsprechung ist von erhebliche Bedeutung, dass Eltern eine sehr gute Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit aufweisen. Dieses Kriterium ist in der Praxis immer mit Problemen verbunden, da der das Wechselmodell ablehnende Elternteil plötzlich die Kommunikation einschränkt und einseitig Konflikte herbeiführt. Die Rechtsprechung stellt mitunter auch Anforderungen Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit die selbst bei intakten Familien nicht vorliegen.

Weiterhin müssen materielle und strukturelle Voraussetzungen wie vergleichbare finanzielle Ressourcen und eine Wohnortnähe vorhanden sein. Ein weiteres Kriterium sind kindzentrierte Kriterien. Aus der neusten Forschung ist bekannt, dass bei Säuglingen und Kleinkindern die Implementierung eines paritätischen Wechselmodells schwierig sein kann, da Kinder in diesem Alter Bindungsunsicherheiten entwickeln können. Auch der Wille der Kinder soll Berücksichtigung finden, wobei Kinder nicht die Entscheidung der Eltern treffen sollen.